Eugen Drewermann

Geld, Gesellschaft und Gewalt

Kapital und Christentum

1. Band:

Faire Preise

Faire Löhne

Fairer Handel

Patmos Verlag

INHALT

Vorwort oder: Vom Wahn des Wachstums

I) Das ökonomische System oder:
Wider die Ausbeutung von Natur und Mensch

A) Faire Preise

1) Preisbildung nach der Volkswirtschaftslehre

2) Unstimmigkeiten oder: Ein notwendiges Umdenken. Drei Beispiele

a) Was kostet die Wohnung?

b) Was kostet das Wasser?

c) Was kostet die Welt?

3) Fair ist ein Preis, der ökologisch die Externa einbezieht

B) Faire Löhne

1) Lohnfestlegung nach der Volkswirtschaftslehre

2) Sklaverei in der Antike und Leibeigenschaft im Feudalismus

3) Ausbeutung im Industriezeitalter

4) Fair ist ein Lohn, der sozialpolitisch die Externa einbezieht

C) Fairer Handel

1) Eine kleine Geschichte von Handel und Wandel

2) Handel in der Volkswirtschaftslehre

3) Der Anfang und das Ende von Bretton Woods

4) Handelsdiktate und Freihandelszonen (NAFTA, CETA, TTIP)

5) Fair ist ein Handel, der global gerecht ist


Literaturverzeichnis

Register der Autoren

Register der Personen in Geschichte und Mythos

Register der Orts- und Ländernamen

Register der Sachen und Sachverhalte

Text- und Bildnachweis


Bildtafeln


Anmerkungen


… beispielshalber der Bericht über THALES VON MILET: …


Als man ihn wegen seiner Armut schmähte,

weil eben die Philosophie zu nichts nutze sei,

heißt es,

er habe unter Zuhilfenahme der Gestirnskunde vorausgesehen,

daß es eine reiche Olivenernte geben werde,

und habe, als es noch Winter war,

ausgestattet mit ein wenig Geld

ein Handgeld auf alle Ölpressen in Milet und Chios geleistet
und sie um einen geringen Betrag gemietet,

weil niemand noch höher ging.

Als aber die Erntezeit gekommen war

und viele Ölpressen zugleich und plötzlich gesucht wurden,

habe er sie vermietet, so hoch er nur wollte,

viel Geld eingeheimst

und so gezeigt,

daß es leicht ist für die Philosophen,

reich zu werden, wenn sie nur wollten,

daß es aber eben nicht das ist,

womit sie sich ernstlich beschäftigen.


Aristoteles: Politik 1259 a 10, S. 100