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ELKE BACHORZ

Rosen-Liebe

IDEEN FÜR STRÄUSSE, KRÄNZE UND GESTECKE

Fotos von Martin Staffler

Jan Thorbecke Verlag

Einleitung

Rose liebt Kräuter

Von Rosen bekränzt

Rosiges Naschwerk

Im Grünen

Rosig eingedeckt

Dank

Bezugsquellen

Über die Autorin

Über das Buch

Impressum

Hinweise des Verlags

Leseempfehlung

Einleitung

Vielfach wird die Rose in Gedichten ob ihrer Schönheit gerühmt – sie gilt als Königin der Blumen. Und in der Tat machen sie ihre Vielfalt in Form und Farbe sowie ihr oft betörender Duft zu etwas Besonderem. Daher lässt sie auch in der Floristik (fast) keine Wünsche offen. Damit Sie an Ihren Rosen-Arrangements lange Freude haben, finden Sie hier noch ein paar Grundlagen und einige hilfreiche Hinweise.

SO HALTEN SICH DIE ROSEN IN DER VASE LÄNGER FRISCH

Bevor Sie die Rosen in die Vase stellen, sollten Sie diese richtig vorbereiten. Zunächst entfernen Sie die unteren Blätter, die sonst im Wasser stehen würden. Diese verstärken nämlich die Produktion von Mikroorganismen und verhindern eine optimale Wasseraufnahme.

Als Nächstes entfernen Sie die Stacheln. Dazu verwendet man ein scharfes Messer und fährt mit leicht schräg gehaltener Schnittfläche mit dem Messerrücken am Stiel entlang. Der Stiel soll nicht verletzt werden. Die Stacheln sollen vor allem abgestumpft werden, sie müssen nicht restlos entfernt werden.

Das wichtigste für die Haltbarkeit nicht nur von Rosen ist der Anschnitt. Dazu eignet sich ein scharfes Messer, mit dem der Stängel schräg angeschnitten wird. Dadurch vergrößert sich die Oberfläche des Schnittes und die Blume kann das Wasser besser aufnehmen. Die linke Hand hält die Rose, der Daumen der rechten Hand ist waagrecht abgespreizt, die restlichen vier Finger halten das Messer etwas schräg in Richtung des Stängels. Der Daumen führt hinter dem Stängel an diesem entlang nach unten, das Messer setzt einen schrägen Schnitt.

Nach dem Anschneiden sollten die Blumen sofort ins Wasser, bevor die Schnittstellen Luft aufnehmen und so die Wasseraufnahme erschweren. Eine Schere ist für das Anschneiden nicht geeignet, weil sie die Wasserleitungsbahnen quetscht und damit die Wasseraufnahme erschwert.

Für die Haltbarkeit von Schnittblumen sind Vasen aus Glas oder Porzellan optimal, weil diese glatten Flächen am besten gereinigt werden können. Füllen Sie dann lauwarmes Wasser bis ungefähr zur Hälfte der Stiellänge ein. Tauschen Sie das Wasser alle zwei bis drei Tage aus; es sollte immer klar sein, denn die Trübstoffe verstopfen die Wasserleitungsbahnen in den Stielen. Ebenso empfiehlt es sich, die Stiele alle zwei bis drei Tage frisch anzuschneiden, damit das Wasser wieder besser aufgenommen werden kann.

Wenn möglich, sollten Sie auch auf die Umgebungstemperatur achten: Je kühler der Standort, desto länger die Haltbarkeit, auch das nächtliche Hinausstellen verlängert die Freude.

Und zum Schluss: Die Rosen sollten nicht direkt der Sonne ausgesetzt sein und nicht in der Nähe von Äpfeln stehen; Diese strömen ein Gas aus, das auch Obst und Gemüse schneller reifen lässt. So werden Sie hoffentlich lange Freude an Ihren Arrangements haben!

WERKZEUG UND MATERIAL

Professionelle Floristen haben natürlich jede Menge verschiedenes Werkzeug, aber mit einem scharfen Messer, einer guten Gartenschere, einer Drahtschere, einer normalen Papierschere für die Bänder und einer Heißklebepistole können Sie alle Ideen aus diesem Buch problemlos nachmachen.

Steckschaum ist die Basis schöner Gestecke und leicht zu verarbeiten. Es gibt Steckschaumziegel oder -blöcke, die man selbst mit einem scharfen Messer zurechtschneiden kann. Aber auch vorgefertigte Formen wie Ringe oder Herzen sind erhältlich; diese haben einen Kunststoffboden und einen kleinen Gießrand.

Ganz wichtig bei der Verwendung von Steckmasse ist das korrekte Wässern: Die Steckmasse darf nicht unter Wasser gedrückt werden, sonst kann es zu Lufteinschlüssen kommen, das heißt es entstehen trockene Stellen innerhalb der Steckmasse. Deshalb sollte die Steckmasse immer in ein Gefäß gelegt werden, das so groß ist, dass sie komplett darin untergehen kann. Steckmasse kann beinahe ihr komplettes Volumen an Wasser aufnehmen, deshalb braucht man viel Wasser. Vorgefertigte Formen mit Kunststoffboden legen Sie mit der Steckmasse nach unten auf. Erst wenn keine Luftblasen mehr aufsteigen, kann die Steckmasse weiterverwendet werden.

Das Wässern selbst dauert nur wenige Minuten. Verwenden Sie nur frisches, sauberes Wasser. Die Weiterverarbeitung sollte auf wasserfestem Untergrund stattfinden.

Floristen arbeiten mit vielerlei Drähten. Manche braucht man, um etwas zu befestigen oder in eine bestimmte Form zu bringen, manche Drähte sind zum Schmücken gedacht und runden das Arrangement schön ab.

Steckdraht wird als einzelne Drahtstücke in unterschiedlichen Stärken angeboten. Dabei lässt sich dünner Steckdraht leichter biegen, ist dafür natürlich nicht so stabil. Stärkerer Draht kann auch mit der Zange gebogen werden.

Wickeldraht wird im Verkauf auf kleine Kanthölzer gewickelt. Er ist ungefähr doppelt so dick wie Myrthendraht und wird vor allem für das Wickeln von Kränzen verwendet. Er ist stabiler und wird nach jeder Wicklung waagrecht gehalten und angezogen. Dieses kräftige Anziehen ist vor allem bei Kränzen wichtig, die man trocknen lässt, denn die Blumen und Zweige schrumpfen beim Trocknen und sollen dann nicht aus dem Kranz herausfallen.

Myrthendraht ist in zwei Stärken (0,3 und 0,35 mm) und in verschiedenen Farben auf der Spule erhältlich. Er ist sehr fein und eignet sich für leichtere Materialien. Plattenmoos lässt sich beispielsweise sehr gut mit grünem Myrthendraht befestigen – der feine Draht ist nachher nahezu unsichtbar.

Bouilloneffektdraht ist auf der Spule erhältlich. Er ist recht fein und wird vor allem als dekoratives Element eingesetzt.

Aludraht gibt es in unterschiedlichen Stärken und vielen Farben. Er wird in der Floristik außer als dekoratives Element auch zur Stabilisierung von Gestecken und Sträußen eingesetzt. Er ist sehr weich und lässt sich leicht biegen, er sollte jedoch beim Biegen gleichmäßig über eine abgerundete Form (Holzstiel) gezogen werden, damit er keine Dellen bekommt.

In manchen Arrangements in diesem Buch werden Stecknadeln verwendet. Hierfür nehmen Sie am besten die Stecknadeln mit ganz kleinem Kopf, damit sie möglichst wenig auffallen.

ROSE
liebt
KRÄUTER

Kräuterkranz
MIT ROSEN

Im Grunde können alle Kräuter verwendet werden, man sollte sich jedoch bei der Auswahl überlegen, ob man den Kranz trocknen möchte. Mit Ausnahme von Rosmarin eignen sich alle hier verwendeten Blumen und Kräuter hervorragend zum Trocknen.

BENÖTIGTES MATERIAL

AUSSERDEM

Den Bindedraht so am Strohrömer befestigen, dass er von innen über die Oberseite des Strohrömers nach außen läuft. Dann jeweils von einem Kraut 3–5 Stiele zu einem Sträußchen zusammenfassen, auf den Strohrömer legen, mit der linken Hand festhalten und mit der rechten Hand den Draht darüberlegen. Gut festziehen, denn die Stiele schrumpfen beim Trocknen.

An der Außenseite des Kranzes beginnen und die Sträußchen gegen den Uhrzeigersinn dachziegelartig festbinden. Die Sträußchen dürfen an der Außenseite etwas länger, an der Innenseite des Kranzes sollten sie kürzer sein. Für die Kranzaußenseite wegen der längeren Wegstrecke mehr Blumen einplanen.

Abwechselnd die unterschiedlichen Kräuter und die Rosen auf dem Kranz festbinden. Die Rosen nicht zu dicht an der Blüte mit dem Draht befestigen, sie brechen sonst leicht.